Von der Sonne profitieren
Photovoltaikanlagen bleiben trotz
Förderkürzungen lohnend

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Firmengebäudes oder des Privathauses
lässt sich nicht nur ein Beitrag zum aktiven Umweltschutz und zur CO2-Einsparung leisten,
die Investition in eine solche Solaranlage zur Produktion von Solarenergie lohnt sich für
den Betreiber auch finanziell. Das Erneuerbare Energien Gesetz, kurz EEG, macht es möglich:
Das Gesetz regelt bundesweit einheitlich die Abnahme und Vergütung von Strom aus
erneuerbaren Energien.

Örtliche Stromversorger sind danach verpflichtet, aus der Sonne erzeugten Strom
abzunehmen und über eine Laufzeit von 20 Jahren plus dem Jahr der Inbetriebnahme
zu vergüten.

Wie hoch die Vergütung in Zukunft sein soll, darüber wurde in den vergangenen Monaten
viel diskutiert. Fest steht: Trotz Kürzungen bleiben Photovoltaikanlagen attraktiv.

Eine Übersicht der aktuellen Einspeisevergütungen für Dach- und Gebäudeanlagen,
die nach dem 1. April 2012 in Betrieb genommen wurden, finden Sie hier:

Anlagengröße

Vergütungssatz
ab 1. April 2013*

bis 10 Kilowatt

19,50

10 bis 40 Kilowatt

18,50

40 bis 1.000 Kilowatt

16,50

1 bis 10 Megawatt

13,50

größer als 10 Megawatt            

keine Einspeisevergütung

* Alle Angaben in Cent pro Kilowattstunde, Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft

Das ändert sich bei der Berechnung
Betreiber von Anlagen mit mehr als 10 Kilowatt Leistung erhalten eine gemischte
Vergütung.Für erzeugten Strom aus Modulen bis zur Berechnungsgrenze von 10 Kilowatt
gibt es 19,5 Cent pro Kilowattstunde. Für Sonnenstrom aus den weiteren Modulen ist die
Vergütung bis zu einer Anlagengröße von 40 Kilowatt Leistung auf 18,5 Cent pro
Kilowattstunde abgesenkt.

Außerdem gilt:
Für kleinere Anlagen bis zu 10 Kilowatt werden auch weiterhin 100 Prozent
des jährlich erzeugten Stroms voll mit dem jeweils geltenden Einspeisetarif vergütet;
zunächst war eine Kürzung ab 2013 auf 80 Prozent geplant gewesen. Betreiber von Anlagen
über 10 bis 1.000 Kilowatt können nur 90 Prozent zum garantierten Vergütungssatz
einspeisen. Die übrigen 10 Prozent müssen sie zu Marktpreisen verkaufen oder selbst
verbrauchen.

Vergütung sinkt monatlich weiter
Ab Mai 2012 gilt für neue Anlagen eine monatliche Basisdegression bei der Einspeise-
vergütung von einem Prozent. Dabei wird künftig ein so genannter marktabhängiger
Korrekturmechanismus angewendet, je nachdem wie groß der Zuwachs an neuen
Photovoltaikanlagen in Deutschland ist (siehe Grafik). Die Korrektur der Basisdegression
erfolgt dabei quartalsweise auf Basis eines 12-monatigen Bemessungszeitraums,
wobei dieser immer um ein Quartal rolliert.

Für 2012 bis Mitte 2013 gilt ein Übergangsmodell:

  • Im ersten Schritt werden Juli bis September 2012 gemessen und auf ein Jahr
    hochgerechnet, die Korrektur erfolgt dann zum 1. November 2012.
    Die ersten beiden Quartale 2012 fließen in die erste Korrektur also nicht mit ein.
  • Im zweiten Schritt werden Juli bis Dezember 2012 gemessen und auf ein Jahr
    hochgerechnet, die Korrektur erfolgt dann zum 1. Februar 2013.
  • Im dritten Schritt werden Juli 2012 bis März 2013 gemessen und auf ein Jahr
    hochgerechnet, die Korrektur erfolgt dann zum 1. Mai 2013.
  • Im vierten Schritt werden Juli 2012 bis Juni 2013 gemessen, die Korrektur erfolgt
    dann zum 1. August 2013.

Anschließend beginnt dann das quartalsweise »Rollieren« des 12-monatigen
Bemessungszeitraums, sprich ein neues Quartal wird aufgenommen, das letzte fällt
entsprechend aus der Berechnung raus.

Eigenverbrauch rechnet sich weiterhin
Trotz der Kürzungen bleibt es besonders lukrativ ist es, den selbst produzierten Solarstrom
auch selber zu verbrauchen. Denn durch den Mix von Eigenverbrauch und Einspeisung lässt
sich der Verlust durch die Förderkürzung minimieren. Vor allem die Ersparnis beim
Selbstverbrauch spielt dabei eine immer wichtiger werdende Rolle. Denn: Strom wird
immer teurer, was die private Stromerzeugung zunehmend attraktiv macht. Wie groß der
individuelle Vorteil durch den Selbstverbrauch für den Betreiber der Photovoltaikanlage ist,
hängt vom tatsächlichen Strompreis ab.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft